Trauung

 

Anmeldung:     bei Pfarrer Ingo Göldner, Tel. 05485 1246

(für Gemeindeglieder südlich der Lengericher/Grevener Str. – ausschl. der Straßen)

oder Pfarrerin i.E. Miriam Seidel, Tel. 05481 9979626

(Vertretung für Pfarrerin Dörthe Philipps)

(für Gemeindeglieder nördlich der Lengericher/Grevener Str. – einschl. der Straßen)

 

Formular zur Anmeldung:       Bitte drucken Sie das Formular aus und schicken Sie das ausgefüllte Blatt

an das Gemeindebüro, Lenhartzweg 8, 49549 Ladbergen

 

 

Die Kirchliche Trauung

 

Liebes Brautpaar,

herzlich willkommen auf unserer Internetseite.

Wir freuen uns, dass Sie sich für den Schritt der kirchlichen Trauung interessieren. Damit wir Ihnen die Vorbereitung erleichtern, hier einige nützliche Informationen:

 

Zwei Menschen heiraten, weil in ihnen die tiefe Sehnsucht nach einer Leib und Seele umfassen-den Gemeinschaft eingepflanzt ist.

Eine glückliche Ehe ist Gnade, so wie Liebe ein Geschenk ist. Christen vertrauen darauf, dass Gott ihre eheliche Gemeinschaft segnet und schützt und den Ehepartnern zu einem gelin-genden Zusammenleben hilft. Jeder der Ehe-partner kann auch selbst etwas dazu beitragen, dass die Ehe zu der glücklichen Gemeinschaft wird, zu der Gott sie bestimmt hat. Die Ehe gründet in der Liebe und im Vertrauen, die die Eheleute einander entgegenbringen. Als ganz-heitliche Gemeinschaft zielt sie auf Treue und Dauerhaftigkeit des Zusammenlebens in gegen-seitiger Verantwortung. In der Ehe leben Christen unter der Verheißung des Evangeliums und unter dem Liebesgebot, das in der Liebe Gottes gründet. Der Glaube an die Treue und Gnade Gottes befähigt und stärkt die Eheleute zu gegenseitiger Liebe, Geduld und Vergebung.

 

Im Traugottesdienst, in dem das christliche Ehe-verständnis zur Darstellung gebracht wird, erfährt das Paar seinen Weg begleitet vom Willen und der Verheißung Gottes. Es bekennt sich dazu und eben dabei auch zueinander. Es erfährt die Fürbitte der Gemeinde und erhält den Segen Gottes.

 

Mit den folgenden Zeilen wollen wir Sie als Brautpaar ermuntern, sich Zeit für die Vor-bereitung auf die Trauung zu nehmen, diese Zeit für ein Gespräch miteinander und mit dem/der Pfarrer/in zu nutzen, damit die kirchliche Trauung zu einem festlichen Ausgangspunkt für einen tragfähigen Lebensbund wird.

 

Die kirchliche Trauung - ein Fest

Ein Fest will vorbereitet sein. Schon etliche Wochen vor dem großen Tag werden Vorberei-tungen getroffen. Vieles muss bedacht, organi-siert und entschieden werden. Das gilt auch für den Traugottesdienst. Dabei sollte Folgendes bedacht werden:

 

1. Anmeldung

 

Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Pfarrer bzw. bei der zuständigen Pfarrerin (siehe oben). Es werden dann der Tag und die genaue Uhrzeit sowie der Termin für das Traugespräch abgesprochen. Wer auf einen bestimmten Termin für die Trauung festgelegt ist, sollte die Trauung frühzeitig anmelden. Sonst kann es passieren, dass die Kirche bereits durch eine andere Trauung oder einen Gottesdienst belegt ist.

 

2. Konfessionsverschiedenheit

 

Falls Sie verschiedenen christlichen Kirchen angehören, sollten Sie Folgendes klären:

"Wollen wir nach der evangelischen oder katholischen oder ökumenischen Form getraut werden?“

- Wenn Sie sich für die evangelische Form ent-scheiden, sollte der katholische Partner bei seiner Kirchengemeinde einen Dispens beantragen. Wenn er dies nicht tut, gilt er für die katholische Kirche als nicht-verheiratet.

- Wenn Sie sich die ökumenische Form wählen, müssen Sie sich für die katholische oder die evangelische Kirche als Trauort entscheiden. Findet der Gottesdienst in der katholischen Kirche statt, führt der katholische Priester durch den Gottesdienst und der/die evangelische Pfarrer/in hält die Predigt. Findet der Gottesdienst in der evangelischen Kirche statt, ist es umgekehrt. Details können im Einzelgespräch geklärt werden. In jedem Fall müssen Sie sich an beide Geistliche wenden.

- Wenn Sie sich für die katholische Form entscheiden, sind Sie auf dieser Seite falsch. Dann wenden Sie sich bitte an Ihre katholische Kirchengemeinde.

 

3. Religionsverschiedenheit

Gehört ein Partner keiner christlichen Kirche (z.B. wenn er nicht getauft ist oder wenn er ausge-treten ist) an, findet ein Gottesdienst anlässlich einer Eheschließung statt, bei dem in der Regel die Traufragen wegfallen.

 

Gehört ein Ehepartner einer anderen Religion an, ist im Gespräch mit dem Pfarrer über eine angemessene Form des Gottesdienstes zu sprechen.

 

4 Traugespräch

Der Pfarrer/die Pfarrerin, der/die die Trauung vornimmt, wird mit Ihnen einige Wochen vor dem Trautermin ein ausführliches Gespräch über den Weg, der Sie zusammengeführt hat, ihre bisherige gemeinsame Lebensgeschichte, das christliche Verständnis von Ehe und über den Sinn einer kirchlichen Trauung führen. Der Ablauf des Gottesdienstes und seine Gestaltung durch weitere Mitwirkende werden ebenfalls besprochen werden.

 

5. Vorbereitung des Traugesprächs

Beim Traugespräch müssen Sie für das Aufgebot folgende Daten wissen:

- Ihr Tauftag

- Ihr Konfirmations- bzw. Firmtag

Ebenso soll auch der Tag für Ihre eigene standesamtliche Hochzeit feststehen.

Beim Traugespräch werden Sie ferner nach Ihrem biblischen Trauspruch, den Sie sich selbst aus-suchen können, und nach Ihren Wünschen für die Gestaltung des Gottesdienstes gefragt. Im Vor-feld sollten Sie überlegen, ob jemand aus der Familie oder von den Trauzeugen am Gottes-dienst mitwirken möchte.

 

6. Gestaltung des Gottesdienstes

Für die Gestaltung des Gottesdienstes können Sie Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch oder andere christliche Lieder, Bibeltexte oder Gebete vorschlagen.

 

Auch besondere musikalische Beiträge von Solisten oder Musikgruppen sind in Absprache möglich. Eine Begleitung der Solisten durch die Organisten der Gemeinde ist nicht in jedem Fall möglich. Eine genaue Absprache ist erforderlich.

 

Es wäre sehr schön, wenn Sie sich schon vor dem Traugespräch Gedanken über die Gestaltung des Traugottesdienstes machen würden.
Für den Gottesdienst können Sie ein eigenes Liedblatt oder -heft erstellen. Dieses kann nicht nur die Lieder, sondern auch den Ablauf, die Texte, Bilder usw. beinhalten, die im Gottesdienst eine Rolle spielen. Bei der Erstellung des Blattes kann Ihnen der Pfarrer bzw. die Pfarrerin behilflich sein.

 

7. Weitere Anregungen

a) Trausprüche

Trausprüche sind biblische Geleitworte, ähnlich wie ein Taufspruch oder Konfirmationsspruch. Der Trauspruch ist eine Art Überschrift über Ihre Ehe, ein Versprechen Gottes für Sie, oder ein Auftrag, den Sie gemeinsam wahrnehmen wollen. Die Bibel enthält eine Fülle von Möglichkeiten. Folgende Texte sind Beispiele:

1. Mose 12, 3a;       Ruth 1, 16+17;
Psalm 17, 7;            Psalm 23;
Psalm 37, 5;            Prediger 4, 9-12;
Johannes 13, 34;     Johannes 15, 12;
Johannes 16, 33b;   Römer 13, 8 - 10;
Römer 15, 7;          1.
Korinther 13, 13;
2. Korinther 9, 8;     Galater 5, 1;
Galater 5, 13+14;    Galater 6, 2;
Epheser 5, 20+21;   Philipper 1, 9;
Kolosser 3, 14;       2. Timotheus 1, 7;
Hebräer 13, 9;         1. Petrus 4, 8;
1. Petrus 4, 11c;     1. Johannes 4, 16+20; u.a.

 

Im Gemeindebüro oder beim Pfarrer bzw. bei der Pfarrerin können Sie auch ein Heft erhalten, das allgemeine Informationen zur Trauung und Vorschläge für Trausprüche enthält.

 

b) Lieder

Im "Evangelischen Gesangbuch" gibt es nicht nur unter der Überschrift 'Trauung' eine gute Auswahl von Liedern. Blättern Sie ruhig einmal das Gesangbuch durch und sehen Sie sich die Texte und Melodien an. Achten Sie gegebenenfalls auch auf das 'Ö' neben der Nummer; diese Lieder werden auch in der katholischen Kirche gesungen.

Hier nun eine Auswahl von möglichen Liedern:
170 "Komm, Herr, segne uns ..."
171 "Bewahre uns, Gott ..."
238 "Herr, vor dein Antlitz treten zwei ..."
239 "Freuet euch im Herren allewege ..."
240 "Du hast uns, Herr, in dir verbunden .."
265 "Nun singe Lob, du Christenheit ..."
288 "Nun jauchzt dem Herren, alle Welt..."
316 "Lobe den Herren, den mächtigen ..."
321 "Nun danket alle Gott..."
322 "Nun danket all und bringet Ehr ..."
331 "Großer Gott, wir loben dich ..."
395 "Vertraut den neuen Wegen ..."
577 "Kommt herbei, singt dem Herrn ..."
601 "Gott, wir preisen deine Wunder ..."
607 "Herr, wir bitten: Komm und segne ..."
658 "Lass uns in deinem Namen, Herr ..."
663 "Herr, deine Liebe ist wie ..."

 

vgl. auch die Nummern

161; 165; 182; 209; 279; 286; 295; 302; 304; 327; 334; 352; 394; 408; 409; 587; 636; 644; 659; 665; u.a.

 

c) Musikalische Vorträge

Eine musikalische Ausgestaltung der Feier durch Kräfte aus dem Kreis der Angehörigen oder durch musikalische Gruppen und Solisten ist sehr schön und wünschenswert, da es Ihnen zusätzlich hilft, sich im Gottesdienst wohlzufühlen. Beiträge müssen aber vorher mit dem Pfarrer und dem Kirchenmusiker, der für die musikalische Gestaltung verantwortlich ist, abgesprochen werden. Dabei ist folgendes zu beachten: Chor- Solo- und Instrumentalmusik, die sich auf Texte bezieht, die dem Verständnis einer evangelischen Trauung widersprechen, kann nicht aufgeführt werden. Über die musikalische Ausgestaltung ist der/die zuständige Pfarrer/in Ihnen gerne behilflich.

 

d) Blumenschmuck

Für die Ausschmückung der Kirche müssen Sie selbst sorgen. Dazu setzen Sie sich aber bitte mit der Küsterin, Martha Weikert, Tel. 05485/1323 in Verbindung.

 

e) Fotografieren und Filmen

Es ist verständlich, wenn Sie von Ihrer Trauung auch ein Foto oder einen Film haben möchten. Um der Würde der Feier zu entsprechen, sollte aber das Filmen oder Fotografieren während des Gottesdienstes dezent geschehen. Am besten geschieht das, wenn nur ein Fotograf bzw. ein Videofilmer von einem festen Standort aus die Aufnahmen macht. Störend ist es, im Gottes-dienst mit Blitzlicht oder Scheinwerfer zu hantieren. In jedem Fall empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem/der Pfarrer/in.

 

f) Kollekte
Am Ausgang wird eine Kollekte eingesammelt. In der Regel ist es für den Unterhalt unserer Kirche bestimmt. In Ausnahmefällen können auch die Brautleute einen Spendenzweck benennen.

 

g) Auszug

Natürliche Blumen und Blüten werden bitte noch nicht in der Kirche, sondern erst auf dem Vorplatz gestreut. Künstliche Blumen können bereits in der Kirche gestreut werden.
Wir bitten Sie eindringlich dafür zu sorgen, dass nach dem Gottesdienst kein Reis gestreut wird. Dies ist kein christlicher Brauch, außerdem ist es nicht gut, Lebensmittel einfach wegzuwerfen.

 

Wer mehr über die Trauordnung wissen möchte, findet entsprechende Informationen auf der Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen, www.ekvw.de.

 

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Vorbereitung

und vor allem

Gottes Segen für Ihren gemeinsamen Lebensweg!