Taufe

 

Taufgottesdienst:         an jedem 4. Sonntag eines Monats im regulären Gottesdienst um 10.00 Uhr,

an jedem zweiten Samstag im Monat um 15.30 Uhr und

                                   an den 2. Feiertagen (Weihnachten, Ostern, Pfingsten)

im regulären Gottesdienst um 10.00 Uhr

 

Anmeldung:                bei Pfarrer Ingo Göldner, Tel. 05485 1246

(für Gemeindeglieder südlich der Lengericher/Grevener Str. - ausschließlich)

oder Pfarrerin i.E. Miriam Seidel, Tel. 05481 9979626

(Vertretung für Pfarrerin Dörthe Philipps)

(für Gemeindeglieder nördlich der Lengericher/Grevener Str. - einschließlich)

 

Formular zur Anmeldung:       Bitte drucken Sie das Formular aus und schicken Sie das ausgefüllte Blatt

an das Gemeindebüro, Lenhartzweg 8, 49549 Ladbergen

 

 

Die Taufe

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wir freuen uns, dass Sie sich für die Taufe in unserer Gemeinde interessieren. Vielleicht möchten Sie Ihr Kind zur Taufe bringen. Vielleicht haben Sie sich auch selber entschieden, sich taufen zu lassen. Auf jeden Fall sind Sie zur Taufe herzlich willkommen, ebenso alle, die die Tauffeier begleiten werden.

 

Einige nützliche Informationen im Vorfeld

 

1.Grundlage

Jesus Christus hat gesagt:

"Gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:

Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe." (Matthäus 28, 19+20)

Aufgrund dieser Einladung Jesu Christi kommen wir zur Taufe oder bringen unsere Kinder zu Jesus.

 

2. Bedeutung

In der Taufe erfahren wir: Wir haben nicht nur Eltern und Bezugspersonen in unserem irdischen Lebensumfeld. Wir haben einen Vater im Himmel. Jesus Christus, der uns in der Taufe annimmt, macht uns zu einem Kind Gottes.

Das heißt, wir haben eine Anlaufstation im Himmel, an die wir uns in jedem Moment, in jeder Phase des Lebens im Gebet wenden können.

Gott ist auf unserer Seite mit seiner Liebe. Er teilt unsere Freuden. Er gibt Halt und Hoffnung in Traurigkeit. Er vergibt uns unsere Schuld, schenkt Wege aus der Schuld hin zu einem gesegneten Neuanfang.

Gott schenkt uns seinen Geist. So können wir Gottes Wort und Willen verstehen und für unser Leben akzeptieren.

Jesus Christus ist die Brücke zu Gott. Er hat uns Gottes Willen vorgelebt. An Jesus können wir uns orientieren. Durch sein Leiden und Sterben steht er in ewiger Solidarität zum Leiden der Menschen heute.

In der Taufe werde ich zum Glied einer Gemeinde, in der viele Menschen, die getauft sind, den Glauben teilen an Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist.

 

3. Anmeldung

Die Anmeldung zur Taufe erfolgt bei Pfarrer Ingo Göldner, Tel. 05485 1246 oder Pfarrerin Dörthe Philipps, Tel. 05485 2767.

 

Für kleine Kinder bitten die Eltern um die Taufe. Voraussetzung für die Taufe eines Kleinkindes ist, dass mindestens ein Elternteil der evange-lischen Kirche angehört. Aus der Taufe eines Kleinkindes ergibt sich für Eltern und Paten die Verpflichtung, dem Kind später zu sagen, warum sie es haben taufen lassen und was die Taufe für sein Leben bedeutet. Die Taufe darf nicht be-schränkt bleiben auf die eine Tauffeier. Taufe geht weiter, wo ein Kind von den Eltern und Paten im Alltag mit Gott in Kontakt gebracht wird. Das Kind soll eines Tages in der Lage sein, selbst Ja zu dem Herrn zu sagen, auf dessen Namen es getauft wurde. Daher versprechen Eltern und Paten bei der Taufe für die christliche Erziehung des Kindes zu sorgen, ihm von Gott und vom Glauben zu erzählen, mit ihm zu beten und die Kirche zu besuchen.

 

Mit dem Pfarrer/der Pfarrerin vereinbaren die Eltern einen Termin für die Taufe und einen Termin für ein Vorbereitungsgespräch.

 

Erwachsene bitten selbst um die Taufe. Sie werden vom Pfarrer/von der Pfarrerin durch einen kürzeren oder längeren Taufunterricht auf die Taufe vorbereitet.

Für Kinder im Alter von etwa 12 Jahren ist der Kirchliche Unterricht Vorbereitung auf die Taufe.

 

4. Paten

Die Eltern werden in der christlichen Verantwor-tung für ihr Kind von Paten und Patinnen unter-stützt. Die Gemeinde überträgt das Patenamt den Frauen und Männern, die die Eltern vorschlagen. Es muss mindestens ein Pate oder eine Patin sein, es sollten maximal vier sein. Die Paten sollen für das Kind beten und ihm helfen, an Jesus Christus zu glauben und sich in der Gemeinde wohl zu fühlen. Es kommt darauf an, solche Patinnen und Paten zu finden, die ein gutes Verhältnis zur Familie und Gemeinde haben und dem Kind herzlich verbunden sind. Mindestens einer der Paten muss evangelisch sein. Die anderen Paten können auch aus einer anderen christlichen Kirche kommen, z.B. aus der katholischen Kirche. . (siehe auch unten das Schreiben der Ev. Kirche von Westfalen)

 

 

Paten und Patinnen, die nicht in Ladbergen wohnen, brauchen eine Patenbescheinigung. Sie gibt darüber Auskunft, dass der Betreffende das Patenamt übernehmen darf. Die Bescheinigung wird von der Kirchengemeinde ausgestellt, zu der der Pate oder die Patin gehört.

Jugendliche, die den Kirchlichen Unterricht durchlaufen haben, und Erwachsene brauchen keine Paten. Es ist aber möglich, auf Wunsch Paten zu benennen, wenn die Täuflinge bei der Taufe und in ihrem Leben als Christ einen ver-lässlichen Partner im Glauben an ihrer Seite haben wollen.

 

5. Gottesdienst

Die Taufe findet in einem Gemeindegottesdienst statt. Die Gemeinde interessiert sich für die Taufe der Kinder. Sie möchte dabei sein, wenn einem Kinde die Liebe Gottes zugesprochen wird und möchte zeigen, dass das Kind in die Gemein-schaft der Kirche Jesu Christi aufgenommen wird.

Soll die Taufe in einer anderen Kirchengemeinde vollzogen werden, muss der Pfarrer/die Pfarrerin zustimmen und eine Abmeldebescheinigung (Dimissoriale) ausstellen. Wer eine solche Bescheinigung braucht, wende sich dazu zunächst ans Gemeindebüro,

Tel. 05485 1414.

 

6. Tauffeier

a) Bibeltexte

Bei der Tauffeier wird folgender Bibeltext gelesen:

"Jesus trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker:

Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende" (Matthäus 28, 18-20).

 

Dieser Text sagt uns, dass Jesus Christus uns den Auftrag gegeben hat, Menschen zu taufen und ihnen vom Glauben zu erzählen. Er hat versprochen, bei uns zu sein. In seiner Hand sind wir geborgen.

 

b) Glaubensbekenntnis

Eine wichtige Grundlage für die Taufe ist das verbindliche Bekenntnis des christlichen Glaubens, an das der Getaufte sich in seinem Leben halten soll. Gemeinde, Eltern und Paten bzw. die erwachsenen Taufbewerber bekennen miteinander den christlichen Glauben, zu dem in der Taufe gerufen wird. In der Regel geschieht das mit den Worten des Apostolischen Glaubensbekenntnisses:

 

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,

des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,

zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige, allgemeine christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

 

Das Glaubensbekenntnis wird im Gottesdienst von allen gemeinsam und, wenn möglich, auswendig gesprochen.

 

c) Tauffragen

Eltern und Paten werden gefragt, ob sie das Kind auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen lassen wollen. Es schließt sich die Frage an, ob die Eltern und Paten bereit sind, das Kind im christlichen Glauben zu erziehen. Das Kind soll lernen, was die Taufe bedeutet. Zur gegebenen Zeit soll es selbst das Bekenntnis ablegen können, das bei seiner Taufe die Eltern und Paten gegeben haben, z.B. bei der Konfirmation.

Jugendliche und Erwachsene werden selbst danach gefragt, ob sie getauft werden wollen.

 

d) Taufhandlung

Der Pfarrer/die Pfarrerin spricht: "Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes." Dabei begießt er dreimal den Kopf mit Wasser. Wasser und Wort gehören zusammen. Das Wasserbad verdeutlicht dabei auch bildhaft die Verkündigung. Es geht um Reinigung, Stärkung, Belebung, Erneuerung. Es folgt ein Segenswort und die Nennung des Taufspruches.

 

e) Taufspruch

Als Geleitvers für das Leben als getaufter Christ bekommen die Getauften einen Bibelvers. Diesen können die Eltern oder die Paten bzw. Jugendliche und Erwachsene selbst aussuchen. Auf Wunsch kann auch der Pfarrer/die Pfarrerin einen Taufspruch vorschlagen.

Beispiele:

1. Mose 12,2               4. Mose 6,24
Psalm 91,11                Psalm 103, 2
Psalm 139,5                Jesaja 43,1
Matthäus 6,33             Matthäus 28,30
1. Korinther 7,23          1. Johannesbrief 4, 19

Im Gemeindebüro oder bei dem Pfarrer/der Pfarrerin sind auch Hefte mit allgemeinen Hinweisen zur Taufe und Vorschlägen zu Taufsprüchen erhältlich. Oder Sie informieren sich unter www.taufspruch.de.

 

f) Taufkerze

Es ist gute Sitte, den Getauften eine Taufkerze zu schenken. Die Kerze wird an der Altarkerze entzündet mit den Worten: "Christus spricht: Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern wird das Licht des Lebens haben" (Johannes 8, 12). Diese Kerze kann zur Erinnerung an die Taufe am Geburtstag oder am Tauftag entzündet werden.

 

g) Segen

Den getauften Kindern, den Jugendlichen und Erwachsenen und den Eltern und Paten der Kinder wird die Verheißung, die Treue und bewahrende Macht Gottes zugesprochen.

 

h) Beteiligung

Es ist schön, wenn sich Eltern, Patinnen und Paten am Taufgottesdienst beteiligen würden. Das kann in Absprache mit dem Pfarrer/der Pfarrerin durch musikalische Gestaltung, Lesung der Bibeltexte oder Sprechen von Gebeten geschehen. Für den Taufgottesdienst können auch Lieder aus dem Evangelischen Gesangbuch oder christliche Kinderlieder vorgeschlagen werden.

 

i) Fotografieren und Filmen

Es ist verständlich, wenn Sie von dem wichtigen Ereignis einer Taufe auch ein Foto oder einen Film haben möchten. Um der Würde der Feier zu entsprechen, sollte aber das Filmen oder Fotografieren während des Gottesdienstes dezent geschehen. Am besten geschieht das, wenn nur ein Videofilmer von einem festen Standort aus bzw. nur ein Fotograf die Aufnahmen von der Taufhandlung macht. Störend ist es, im Gottesdienst mit Blitzlicht oder Scheinwerfer zu hantieren. In jedem Fall empfiehlt sich eine Rücksprache mit dem Pfarrer/der Pfarrerin.

 

Wer mehr über die Taufordnung wissen möchte, findet entsprechende Informationen auf der Internetseite der Evangelischen Kirche von Westfalen, www.ekvw.de.

 

 

Wir wünschen Ihnen eine gute Vorbereitung des Taufgottesdienstes!

Möge Gott Sie in Ihrem Glauben und bei der Begleitung Ihres Kindes segnen!

 

Pate werden – ein schönes Amt
 
Neuregelungen der Landeskirche zum Patenamt
 
Wie viele Paten brauche ich eigentlich, damit mein Kind getauft werden kann? Und müssen alle evangelisch oder überhaupt in der Kirche sein? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt die Broschüre „Mein Patenamt“. Hintergrund ist die Neuregelung dieses Amtes in der Evangelischen Kirche von Westfalen. 
 
Bislang galt, dass mindestens ein Pate evangelisch sein musste. Das soll auch weiterhin die Regel sein. Findet sich aber trotz intensiver Bemühungen kein evangelischer Pate, gilt künftig: Mindestens ein Pate muss einer der elf Kirchen mit gegenseitiger Taufanerkennung angehören („Magdeburger Erklärung“). In Ausnahmefällen können Kinder in Zukunft auch ohne Paten getauft werden. Dafür muss aber mindestens ein Elternteil evangelisch sein. 
Mit den von der Landessynode beschlossenen Änderungen soll der „veränderten gesellschaftlichen und kirchlichen Wirklichkeit Rechnung getragen“ und gleichzeitig das Patenamt gestärkt werden. 
Der Regelfall sieht ab jetzt so aus: Es gibt mindestens eine Patin oder einen Paten. Sie sollen der evangelischen Kirche angehören, sie müssen aber auf jeden Fall Mitglied einer Kirche sein, die die Magdeburger Erklärung unterzeichnet hat. Bei Bedarf unterstützt der Pfarrer oder die Pfarrerin die Eltern bei der Suche nach geeigneten Paten. Bleibt das erfolglos, kann das Kind ausnahmsweise mit Zustimmung des Presbyteriums doch getauft werden. Voraussetzung: Mindestens ein Elternteil ist evangelisch. 
Alle Informationen zum Patenamt gibt es auch im Internet. Unter www.mein-patenamt.de sind sämtliche Informationen übersichtlich geordnet und zusammengefasst. Die Broschüre kann als Einzelexemplar kostenlos bestellt werden beim Evangelischen Presseverband für Westfalen und Lippe sowie im Internet: www.shop-ekvw.de
 
Die Magdeburger Erklärung 
Am 29. April 2007 haben die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die katholische Kirche, orthodoxe und altorientalische Kirchen sowie Freikirchen in Deutschland eine förmliche Erklärung über die wechselseitige Anerkennung der Taufe unterzeichnet. Die Unterzeichnung fand in einem ökumenischen Gottesdienste im Magdeburger Dom statt.