Archiv-2010

 

Kindergottesdienst

Nach den Sommerferien hat in der evangelischen Kirchengemeinde der Kindergottesdienst wieder begonnen. In den ersten Gottesdiensten haben die Kinder eine spannende Fortsetzungsgeschichte gehört. In der Geschichte ging es um einige Kinder, die beim Fußballspielen ein Kirchenfenster kaputt geschossen hatten. Es hat eine ganze Weile und viel Überwindung gekostet, bis sie ihre Tat zugegeben haben, und alles wieder gut wurde. In Zusammenhang mit dieser Geschichte haben sich die Kinder auch mit den Elementen von Gottes Schöpfung befasst: Luft, Wasser, Erde und Feuer. An vier aufeinander folgenden Sonntagen haben sie einen Regenbogen mit den Farben dieser Elemente gestaltet. Bei dieser Gelegenheit entstand das beigefügte Foto. Der Bogen wurde am Erntedankfest in der evangelischen Kirche aufgehängt und kann dort angeschaut werden.

 

Auch in den Herbstferien findet der Kindergottesdienst statt, jeden Sonntag um 10.00 Uhr. Er beginnt in der Kirche und nach etwa 10 Minuten gehen die Kinder ins Begegnungszentrum "Buddemeier" und setzen dort ihren Gottesdienst fort mit Singen, Basteln, Spielen, Beten und Geschichten hören. Ab nächstem Sonntag begeben sie sich auf eine interessante Spurensuche: Mit Luther die Kirche entdecken. Eingeladen sind alle Kinder im Alter von ca. 6 bis 11 Jahren.

 

Offene Kirche

Am 30. September ging die diesjährige Saison der offenen Kirche zu Ende. Vom 1. April an war die evangelische Kirche Ladbergen täglich außer montags vier Stunden lang geöffnet. 46 Frauen und Männer standen ehrenamtlich als Kirchenwächterinnen und Kirchenwächter zur Verfügung. Sie waren während der Öffnungszeiten in der Kirche anwesend, haben Einheimische, Gäste und Jakobspilger begrüßt und standen für Gespräche und Informationen zur Verfügung.

 

In dieser Saison haben rund 1650 Menschen die evangelische Kirche besucht, das sind ca. 11 Besucherinnen und Besucher pro Öffnungstag. Der bestbesuchteste Wochentag war der Sonntag. Der bestbesuchteste Monat war Mai.

 

Durch die offene Kirche bestand für viele die Möglichkeit, die kunsthistorisch interessante Kirche zu besichtigen, Ruhe und Stille vor Gott zu genießen,

ein Gebet zu sprechen oder eine Kerze anzuzünden.

Auch im nächsten Jahr wird die Kirche in den Sommermonaten wieder geöffnet sein.

 

Wer sich als Kirchenwächter für zwei Stunden im Monat betätigen möchte, kann sich bei Pfr. Winkelströter, Tel. 05485 2767, melden.

 

 

 

Männerfrühstück

„Hunger“ beim Männerfrühstück

„Hunger“– ein merkwürdiges Thema nach einem reichhaltigen und leckeren Frühstück, zu dem sich vergangenen Samstag knapp 20 Männer aus Ladbergen und Umgebung im Gasthaus zur Post einfanden.

Der Referent Dirk Klute, Pfarrer in der LWL-Klinik Lengerich, sprach in seinen 24 Thesen jedoch von einem anderen Hunger: den körperlichen, geistigen, sozialen, spirituellen Bedürfnissen.

Klute beklagte, dass es häufig in Familie und Gesellschaft nicht akzeptiert werde, eigene Bedürfnisse zu zeigen und zu vertreten. Dadurch verlernt es der Einzelne, seine Bedürfnisse überhaupt zu kennen. Folge seien Ersatzbefriedigungen, Burnout, Sinnkrise und ein Gefühl von „Alles satt haben“. Blindheit für die eigenen Bedürfnisse führe auch zu Fehleinschätzungen über die Bedürfnisse anderer und zu wechselseitigen Enttäuschungen.

Als Weg zur Wiederentdeckung empfahl Klute den Kontakt zu Menschen, die keine Vorbedingungen stellen und Raum für Offenheit und Vertrauen bieten.

Das Jesus-Wort „Ich bin das Brot des Lebens“ versteht Klute nicht als Verabschiedung in eine fromme Sonderwelt. Glaube schließe alles Dimensionen

menschlicher Bedürfnisse mit ein.

Dem Vortrag schloß sich eine rege Aussprache und Diskussion an.

Günther Haug

25. September 2010

 

 

Jugendbegegnung

Vom 12. bis 26. Juli kamen zu einer deutsch-russischen Jugendbegegnung 16 Jugendliche und 4 Betreuer und Dolmetscher auf Einladung der Evangelischen Kirchengemeinde Ladbergen aus Iwanowo/Russland nach Ladbergen, um 2 Wochen mit 15 deutschen Jugendlichen zu verbringen. „Gemeinsam Grenzen überwinden“- unter diesem Thema fand die Jugendbegegnung mittlerweile im 5. Jahr statt.

Jugendliche begegnen sich in ihren Ländern und ihrem Lebensumfeld und lernen sich kennen. Überkommene geschichtliche Urteile und Vorurteile schmelzen, weil schnell entstehen de Freundschaften sie zu überwinden helfen.

Zum reichhaltigen Programm gehörten Tagesfahrten nach Köln, Bremen und Bonn zum Haus der Geschichte. Ein Besuch der Gedenkstätte Stukenbrock, wo die Gruppe ehemals gefangener und gestorbener russischer Soldaten gedachte, machte die Verantwortung beider Länder für den Frieden in der Welt deutlich.

Neben einem ausgelassenen Freizeitprogramm, das wegen hoher Temperaturen immer wieder in der Nähe von Badeseen und Schwimmbädern stattfand, gestaltete die deutsch-russische Gruppe ein gemeinsames Kulturprogramm. Im Rahmen eines deutsch-russischen Kulturabends brachten die Jugendlichen aus Iwanowo russische Folklore in Lied und Tanz. Auch mit deutschen Texten und Liedern beeindruckten sie die deutschen Zuhörer. Die Teilnehmer aus Ladbergen ergänzten das Programm mit einstudierten Liedern aus der modernen Popmusik. Die deutsche Gruppe beschloss den Abend mit einem gesungenen Vaterunser und dem Wunsch für die russischen Gäste „Sei behütet auf deinen Wegen“. Gemeinsam bekannten alle Jugendlichen ihren Wunsch, Grenzen zu überwinden mit dem Lied „Eine Welt ist unsere Welt“.

Auch einen sonntäglichen Hauptgottesdienst gestalteten die Jugendlichen zum Thema der Jugendbegegnung zusammen. Die russische Gruppe sang unter anderem in einem Lied von den gefallenen russischen Soldaten, deren Seelen am Himmel wie Kraniche über den Frieden in der Welt wachen. Pastor Rüdiger Schwulst, der Leiter der Jugendbegegnung, betonte in der ins Russische übersetzten Predigt die Bedeutung der Jugendbegegnungen als großen Schritt zu einem dauerhaften friedlichen Miteinander. Dieser Friedensweg ist ein Meilenstein zum Reich Gottes.

Im kommenden Jahr 2011 wird die deutsche zum Besuch nach Iwanowo reisen, um dort anzuknüpfen, wo die diesjährige Jugendbegegnung geendet hat. Die freundschaftlichen Beziehungen sollen nicht mehr abreißen.